Hygiene im Krankenhaus

für Patienten schwer zu überprüfen – doch ein kritischer Blick zahlt sich aus! Das zeigt eine Empfehlung der Deutschen Gesellschaft zur Krankenhaushygiene, die sich an Ärzte und Personal richtet:

Hygiene-Tipp der DGHK , Mai 2020 Hygiene – darauf achtet der Patient! 01.05.2020

“Die Patienten achten zunehmend auf das hygienische Vorgehen in Krankenhäusern und Arztpraxen. Viele hygienische und medizinische Situationen sind vom Patienten fachlich nicht zu beurteilen bzw. er erkennt die Problematik nicht. Bei anderen Gelegenheiten (z.B. Operation) ist eine Beobachtung des Patienten kaum möglich. In folgenden Situationen jedoch ist damit zu rechnen, dass kundige Patienten auf korrekte Hygiene achten und gegebenenfalls dies auch dokumentieren:

  • Händehygiene. Hierzu zählt beispielsweise die indikationsgerechte Händedesinfektion (z.B. im Rahmen der Visite) und auch die Beachtung, ob Uhren, Ringe, Schmuck an Händen und Unterarmen (nicht) getragen werden.
  • Wundversorgung: Wie sauber wird eine Wundversorgung im Zimmer durchgeführt? Wie sauber wird mit Verbandmaterial umgegangen?
  • Isolierungen: Wie ist der Umgang mit Patienten, die isoliert werden, z.B. wegen eines multiresistenten Erregers? Wie ordentlich sind z.B. Kittel, Handschuhe usw. vor dem Isolierzimmer angeordnet?
  • Reinigung: Wie gut wird die Reinigung durchgeführt? Wie lange ist beispielsweise die Reinigungskraft im Zimmer, welche Oberflächen werden bevorzugt desinfizierend gereinigt, welche überhaupt nicht? Kann trotz Reinigung Schmutz im Zimmer gefunden werden – z.B. Staubknäuel in Ecken? Gibt es jeden Tag eine desinfizierende Reinigung oder erfolgt häufig nur eine „Sichtreinigung“, z.B. am Samstag und Sonntag?
  • Kleidung: Wie korrekt wird Berufskleidung von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern getragen? Ist diese sauber?
  • Bettenaufbereitung. Wie erfolgt die Bettenaufbereitung? Wird das Bett bei Aufbereitung im Patientenzimmer auch komplett gereinigt und desinfiziert? Oder erfolgt auf dem Flur nur eine „Expressreinigung“.
  • Wie verhält sich das Personal im OP-Trakt? Gegebenenfalls können auch kleinere Operationen (z.B. in der Dermatologie) beobachtet werden, wenn nur eine Lokalanästhesie erforderlich ist. Ist der Mund-Nasen-Schutz angelegt? Bedeckt die OP-Haube alle Haare? Wird in den Räumen gegessen oder getrunken?
  • Sind die Zu- und Abluftöffnungen der RLT-Anlage staubig? Der Patient liegt und betrachtet die Umgebung anders als Mitarbeiter.

Es empfiehlt sich, gerade für diese Situationen auf Hygienemaßnahmen zu achten. Mängel können nicht selten zu Klagen der Patienten führen, gegebenenfalls auch zu Medienberichten.”

Die DGKH hat ihrerseits auch Forderungen an die Hygiene im Krankenhaus:

Wenn Sie wissen möchten, was eigentlich im Krankenhaus zum Schutz der Patienten erforderlich ist, finden Sie hier vielfältigen und detaillierten Empfehlungen der Krankenhaushygienekommission des Robert-Koch-Instituts an: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Krankenhaushygiene/Kommission/kommission_node.html