Mehr Leistungen für die Pflege

Was gilt ab 1.1.2022?

Der Informationsdienst Wissenskonsil weist auf die künftige Verbesserung der Pflegefinanzierung hin: Mit dem Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz – GVWG) vom 11.07.2021 und auf Empfehlung durch den Bundestagsausschusses für Gesundheit, wurde festgelegt, dass ab dem 1.1.2022 folgende Veränderungen gelten:

„Kurzzeitpflege

Der Betrag für die Kurzzeitpflege wird um 10 Prozent angehoben, somit von 1612 € auf 1774 € (wenn die Erhöhung weniger als 1 € beträgt, darf gerundet werden, das SGB XI sieht keine Centbeträge vor). Die Verhinderungspflege wird nicht angehoben, somit kann der maximale Betrag für die Kurzzeitpflege nur 3386 € betragen. Mit dieser Erhöhung soll dann die Kostensteigerung, die Vergütung der Pflege- und Betreuungskräfte ausgeglichen werden.

Ambulante Pflegesachleistung

Auch hier wird es eine durchaus überschaubare Erhöhung für die Pflegebedürftigen geben. Das betrifft sowohl das Pflegegeld als auch die Pflegesachleistungen. Die häusliche Pflegehilfe als ambulante Pflegesachleistung wird um 5% erhöht und zwar

  • bei Pflegegrad 2 von 689 € auf 724 €
  • bei Pflegegrad 3 von 1.298 € auf 1.363 €
  • bei Pflegegrad 4 von 1.612 € auf 1.693 €
  • bei Pflegegrad 5 von 1.995 € auf 2.095 €.

Begründet wurde die Anhebung mit steigenden Löhnen durch die Tarifanbindung.

Quelle: Estelmann in: Schlegel/Voelzke, jurisPK-SGB XI, 2. Aufl., § 30 SGB XI, Stand: 02.08.2021 Stand. 12.8.2021“

Das PatientenForum zitiert diesen Text aus:
https://wissenskonsil.de/news/kurzzeitpflege-und-ambulante-pflegeleistungen/