0 Minuten – FSME-Viren können sofort mit dem Zeckenstich übertragen werden.
Darüber berichtet das Robert-Koch-Institut (RKI): „Die Frühsommer-Meningoenzephalitis FSME ist eine Viruserkrankung, die in den meisten Fällen durch Zecken übertragen wird. Nur ein kleiner Teil der Zecken trägt das FSME-Virus in sich. Ein Übertragungsrisiko besteht dabei vor allem in FSME-Risikogebieten, in Deutschland aktuell in 185 Kreisen. Aber auch außerhalb dieser Risikogebiete treten vereinzelt FSME-Erkrankungen auf, so dass bei entsprechender Symptomatik überall in Deutschland differentialdiagnostisch an FSME gedacht werden sollte. Viele Infektionen verlaufen ohne Beschwerden oder mild. In seltenen Fällen kann es zu Entzündungen des Gehirns, der Hirnhäute oder des Rückenmarks kommen. Im Gegensatz zu Borrelien können die FSME-Viren direkt nach dem Zeckenstich übertragen werden. Ein schnelles Entfernen der Zecke schützt deshalb nicht sicher vor FSME. Den sichersten Schutz vor FSME bietet die Impfung. Die STIKO empfiehlt sie für Personen ab 1 Jahr, die sich in deutschen FSME-Risikogebieten aufhalten oder dorthin reisen und dort Zecken ausgesetzt sind. Die Impfung ist zu jeder Zeit möglich.“ Das RKI bietet eine Karte des Risikogebiets an.
Häufiger ist die Bedrohung durch Borreliose durch Zeckenbisse: „Borreliose ist die in Deutschland am häufigsten durch Zecken übertragene Erkrankung. Sie wird durch Bakterien der Art Borrelia burgdorferi ausgelöst. Im Unterschied zu FSME steigt das Übertragungsrisiko meist erst, wenn die Zecke länger saugt. Deshalb ist es auch hier wichtig, Zecken möglichst früh zu entfernen. Ein typisches frühes Symptom ist die Wanderröte, auch Erythema migrans genannt. Wird Borreliose früh erkannt, lässt sie sich meist gut mit Antibiotika behandeln. Eine Impfung gibt es nicht.“
Den gesamten Artikel des RKI zur Zahl des Monats gibt es hier.